DEUTSCHE OSTEOPATHIE-STIFTUNG

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04.04.2025

Forschung gewürdigt: 2. Nachwuchs-Wissenschaftspreis der Deutschen Osteopathie Stiftung



Ein starkes Zeichen für die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Osteopathie setzte die 2. Verleihung des Nachwuchs-Wissenschaftspreises der Deutschen Osteopathie Stiftung (DOS) am 4. April an der Hochschule Fresenius in Idstein. 30 eingereichte Arbeiten, mehr als doppelt so viele wie bei der Premiere im Vorjahr, und zwei inspirierende Impulsvorträge zeigten, welchen Beitrag die Forschung zur Anerkennung dieser medizinischen Disziplin leistet.

Als Standortleiter und Studiendekan begrüßte Prof. Dr. Stephan Haubold von der Hochschule Fresenius die Gäste im voll besetzten historischen Hörsaal. Auch der DOS-Vorstand – Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann, Hochsprung-Olympiasiegerin und Osteopathie-Botschafterin Heike Henkel und Prof. Dr. Holger Cramer – hieß die Anwesenden willkommen. Prof. Dr. Cramer, Inhaber des ersten Lehrstuhls für die Erforschung komplementärmedizinischer Verfahren an der Universität Tübingen, sprach über die „Bedeutung exzellenter Forschung für die Osteopathie".

Anschließend gab Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, Vorsitzender des Stiftungsrates und Leiter des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung, spannende Einblicke in die wissenschaftliche Entwicklung der Osteopathie in Deutschland.
Auszeichnung herausragender wissenschaftlicher Arbeiten

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Prämierung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Die ausgezeichneten Arbeiten – zwei Promotionen, zwei Masterarbeiten sowie eine Bachelor- und eine D.O-Arbeit – decken ein breites Spektrum osteopathischer Forschung ab – von der Schmerztherapie bis zur Behandlung chronischer Erkrankungen.

Bedeutung der Forschung für die Zukunft der Osteopathie

Die prämierten Arbeiten verdeutlichen das enorme Potenzial osteopathischer Forschung und können zur Anerkennung der Osteopathie im Gesundheitssystem beitragen.

Die Deutsche Osteopathie Stiftung wird auch in Zukunft innovative Forschung unterstützen, um die Evidenz osteopathischer Methoden weiter zu stärken und die bestmögliche Versorgung für Patienten zu gewährleisten.

 
Informationen zu den ausgezeichneten Forschungsarbeiten:
  • Masterarbeit: Systematischer Review zur Effektivität der osteopathischen Behandlung bei Fibromyalgie (Kathrin Elisabeth Huber M.Sc.). Ihre Analyse von Studien zeigt, dass osteopathische Verfahren wie „Myofascial Release" und „Craniosacrale Therapie" eine kurz- bis mittelfristige Linderung von Schmerzen und eine Verbesserung der Lebensqualität bei von Fibromyalgie, sogenanntem Weichteil-Rheumatismus, Betroffenen ermöglichen.

  • Masterarbeit: Osteopathische Leberdrainage und deren Einfluss auf Leberwerte (Birte Panitzki M.Sc.). Die Untersuchung ergab, dass die Technik sicher angewendet werden kann und keine Hinweise auf eine Schädigung des Lebergewebes vorliegen.

  • Promotion: Faszienkontinuum und seine Rolle bei chronischen Nackenschmerzen und Depressionen (Dr. Lea Overmann). Ihre Studien zeigen, dass Faszien eine zentrale Rolle bei chronischen Nackenschmerzen und Depressionen spielen, dass die osteopathische Technik des Myofascial Release eine signifikante Schmerzreduktion bewirken kann und strukturelle Unterschiede im Fasziengewebe bei Patienten mit chronischen Schmerzen und Depressionen messbar sind.

  • Promotion: Biomechanische Eigenschaften der Fascia thoracolumbalis und deren Bedeutung für Rückenschmerzen (Dr. Andreas Brandl). Seine Forschung zeigt unter anderem, dass eine desorganisierte Faszienstruktur mit reduzierter Mikrozirkulation einhergeht und dass Myofascial Release den Blutfluss signifikant verbessern kann.

  • Bachelorarbeit: Osteopathische Behandlung von chronischem Tinnitus (Sophia Wolfertstetter B.Sc.). Erste Hinweise darauf, dass eine individualisierte osteopathische Therapie die subjektive Belastung und Lautheit von Tinnitus positiv beeinflussen kann.

  • D.O.-Arbeit: Einfluss osteopathischer Behandlung auf persistierende Symptome unter Hormonersatztherapie bei Frauen mit Hashimoto-Thyreoiditis (Kirsten Rüdrich, Axel Vetter, Solveig Kriehmig). Die Studie zeigte, dass osteopathische Behandlungen über einen Zeitraum von 12 Wochen signifikante Verbesserungen bei Müdigkeit, Depressionen und Hauttrockenheit bei Personen mit einer autoimmun bedingten Entzündung der Schilddrüse bewirken können.




       



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